Archiv für die Kategorie „Auslandssemester“

Wetterstation

Freitag, 24. Februar 2006

Ich hab nun auch endlich eine Wetterstation in meinem Blog. Es dauerte natürlich ein wenig, bis ich es an der richtigen Stelle hatte, aber nun sollte es funktionieren. Ihr findet die Wetterstation auf der rechten Seite in der Menüleiste. :) Dort wird immer das aktuelle Wetter von Cardiff angezeigt. Pontypridd ging leider nicht, aber im Prinzip ist das Wetter meistens identisch.

Terminplanung

Freitag, 24. Februar 2006

Nachdem ich ja nun die letzte Woche krank war und dadurch auch 2 Wochenenden ohne Sightseeing verbracht habe, wird es nun eng. Es gibt so viel zu sehen und ich habe nur noch ein paar Wochenenden dazu Zeit. :( Aber man kann noch alles halbwegs unter einen Hut bringen, wenn denn nun nichts mehr dazwischen kommt. Aber dazu musste nun erstmal eine Zeiteinteilung vorgenommen werden, denn sonst gammelt man nur rum und hat am Ende nix davon. Die straffe Zeiteinteilung sieht wie folgt aus:

25.02.06 Cardiff - National Museum, St. Fagans, Kirchen, Kino, Pub
26.02.06 Pub: Rugby Wales-Ireland
03.03.06 Caerphilly Castle - Caerphilly Castle, Lidl
04.03.06 Bridgend - Bridgend Celtic Parade
08.03.06 Pontypridd - Round House
09.03.06 Rhondda Heritage Centre, Llancaiach Fawr Manor House
11.03.06 Swansea & Port Talbot
12.03.06 Castle Coch
13.03.06 Merthyr Tydfil - Stadtbummel, Cyfartha Castle, Art Gallery
15.03.06 Pontypridd - Museum, Park
18.03.06 Caerleon & Newport - Roman Museum, Caerleon Castle
19.03.06 Barry Island & Penarth - Strand, Küste
22.03.06 Treherbert - Stadt anschauen
24.03.06 Aberdare - Stadt anschauen
25.03.06 - 26.03.06 Weekend Tour - Tour 1: St. Davids, Pembroke, Tenby & Carmarthen (Fishguard) oder Tour 2: Bristol, Bath, Salisbury & Stonehenge

Jaja, da hab ich viel vor und ich hoffe, dass das Wetter mitspielt und es nicht mehr so kalt ist. Mal schauen welche netten Dinge mir vor die Linse laufen.
Los geht’s am Samstag nach Cardiff. Da war ich zwar schon mal, aber beim letzten Besuch habe ich ja das Castle besichtigt. Diesmal ist es eine Museums-Tour. Mal schauen, was es da alles zu sehen gibt. Wen es interessiert, der kann sich die folgenden Webseiten anschauen. Dort gibt es Infos zu den ganzen Sehenswürdigkeiten, die ich mir anschauen möchte:

Cardiff allgemein:

  • BBC: 360° Video von unterschiedlichen Plätzen in Cardiff
  • Wikipedia: Cardiff
  • Museen:

  • Wikipedia: National Museum Cardiff
  • Offizielle Webseite: National Museum Wales
  • Wikipedia: St. Fagans Museum of Welsh Life
  • Offizielle Webseite: St. Fagans - National History Museum
  • BBC: 360° Video vom Museum
  • Kirchen:

  • Wikipedia: Llandaff Cathedral
  • Offizielle Webseite: Llandaff Cathedral
  • Offizielle Webseite: St. John the Baptist Parish Church
  • Abends soll es dann im Kino den Film „Casanova“ anschauen und anschließend ein Cider im Pub schlürfen. Ich bin mal gespannt, ob der vollgepackte Zeitplan für Samstag nicht ein wenig zu viel ist. Aber das werde ich euch dann anschließend berichten.

    Emergency

    Freitag, 24. Februar 2006

    Nach langer Zeit mal wieder ein paar News aus Wales. Leider war ich die letzten 2 Wochen verhindert, da ich lieber im Bettchen geblieben bin.
    Aber wie kam es denn überhaupt dazu, dass ich krank wurde bzw. was wurde hier vom Gesundheitssystem geleistet? Nicht viel, um es mal auf den Punkt zu bringen. :( Freitagabends fing alles an. Ich bekam Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Den Samstag über kam dann Fieber hinzu und die Rückenschmerzen wurden schlimmer. Der erste Gedanke ging an meine Nieren, die ja sehr anfällig sind und mit denen ich keine Späßchen treiben sollte. Ok, was tut man da? Ich versuchte mich im Internet schlau zu machen, ob es einen Notdienst gibt, der nicht gleich im Krankenhaus endet. So was gibt es hier nicht oder ich habe es nicht wirklich gefunden. Auf der Uni-Webseite fand ich auch nicht die passenden Informationen. Also fragte ich meine Mitbewohnerin Sofia um Rat. Sie sagte mir, wo das Krankenhaus wäre, in welchem Sie mit ihrem gebrochenen Fuß behandelt wurde. Dort rief ich dann am Samstagabend and und wurde an eine Hotline verwiesen, die Notfälle entgegennimmt und die nötigen Schritte einleitet. Also rief ich dort an. Der Service nennt sich Primecare und ich wurde von einem zum anderen Mitarbeiter weitergereicht. Zum Ende hin sagte man mir, dass man mir eine Ambulanz schicken könnte, die mich dann ins Krankenhaus bringen würde, da das Krankenhaus noch bis 2 Uhr nachts Notfälle behandelt. Das wollte ich ja nun auch nicht. Also sollte ich am nächsten Morgen anrufen, weil man dann einen Termin mit dem Krankenhaus vereinbaren könnte. Gesagt – getan. Am nächsten Morgen rief ich dort wieder an und bekam für nachmittags einen Termin. Dort schleppte ich mich dann mit dem Bus hin, denn dann Krankenhaus ist 20 Minuten mit dem Bus entfernt.
    Nach 1,5 Stunden warten kam ich dann endlich an die Reihe. Mir wurde schon bei dem Gedanken schlecht, dass dieser ekelig aussehende, dickleibige Inder mein Arzt sein soll, der in einem grauen Anzug und beladen mit Goldekette und Ringen vor mir stand. Na ja, im Notfall macht man ja Abstriche. Ich wurde nicht angebracht untersucht und nur durch einen Urintest festgestellt, dass ich eine Niereninfektion hatte. Na toll, das hätte ich ihm auch gleich sagen können. Er verschrieb mir Tabletten, sagte mir aber nicht für was ich die nehmen sollte. Er faselte was von Schmerzlinderung und dass es schon besser werden wird und ich solle zu meinem Hausarzt gehen. Auf meinen Einwand, dass ich keinen habe ging er nicht ein und auch sonst war ihm alles ziemlich egal. Er fing an von Deutschland zu labern, dass er selber 2 deutsche Autos hätte, einen Mercedes natürlich und dass er auch schon einmal in Deutschland bei einem Bekannten war und ob ich diesen kennen würde. Hallo?! Geht’s noch?! Auf meine Frage, wo ich denn die Medikamente bekommen könnte, sagte er ganz nüchtern, dass ich am selbigen Abend nur von 6.00 pm – 7.00 pm in Cardiff eine Apotheke finden könnte, die an einem Sonntag geöffnet hätte. Das war zu viel für mich und ich brach in Tränen aus. Dann kam die Rezeptionistin und beruhigte mich und sie erklärte mir das, was ich eigentlich wissen wollte. Der dumme Arzt hat das einfach nicht gerafft oder ihm war das egal. Sie hat mir dann auch 4 Tabletten gegeben, damit ich nicht in dem Zustand am Abend noch nach Cardiff fahren musste. Damit fuhr ich dann nach Hause und hoffte auf Besserung. Aber am Abend bekam ich dann noch Husten und Schnupfen und das Fieber stieg weiter.
    Am nächsten Tag sollte ich ja eigentlich meine Datenbank-Klausur für Deutschland schreiben, was in diesem Zustand natürlich nicht ging. Mir wurde gesagt, dass ich zum Health Centre der Uni gehen soll um dort einen Arzt aufsuchen zu können. Dort wurde ich von einer „Nurse“ abgespeist, dass das Medikament schon das richtige sei und ich nicht zu einem Arzt gehen bräuchte oder auch nicht gehen könnte, weil ich nicht registriert sei. Nachdem ich aber weiterhin fragte bekam ich ein
    en Zettel mit einer Nummer von einer Arztpraxis. Da rief ich dann direkt an und wurde auf einen Termin am Donnerstag verwiesen. Ich bat um einen früheren Termin, da es sich um einen Notfall handeln würde. Kein Erfolg, ohne Termin würde nix gehen und vor Donnerstag wäre alles ausgebucht. Ok, bis dahin hatte ich also nicht viel mehr erreicht als mir in der Apotheke das Medikament zu holen und auf Donnerstag zu warten, in der Hoffnung, dass es mir bis dahin ohnehin besser gehen würde.
    Die Nächte waren schlimm trotz Tabletten gegen Fieber und Antibiotikum ging das Fieber nicht wirklich runter und ich musste 2 Mal pro Nacht meine Klamotten wechseln. :/
    Am Dienstag wurde es immer noch nicht besser und ich rief erneut beim Arzt an und fuhr mittags direkt zu der Praxis. Dort wurde ich dann von einer Ärztin empfangen, die zumindest ein wenig mehr Verständnis hatte und mir ein anderes Antibiotikum verabreichte. Aber eine vernünftige Untersuchung bekam ich dort auch nicht. Sie wollte einen Termin mit einem Spezialisten vereinbaren, den ich dann aber privat zahlen müsste. Diesen Termin würde ich per Post zugeschickt bekommen, da diese meistens sehr lange Wartezeiten haben. Dazu habe ich dann nichts mehr gesagt, mir meinen Teil gedacht und die anderen Medikamente in der Apotheke geholt. Aber immerhin bekam ich von der Ärztin die lang ersehnte Krankschreibung, die mir vorher keiner geben konnte. Immerhin etwas habe ich erreicht. Na ja, wäre es nicht besser geworden, dann hätte ich ja wieder zu dieser Praxis gehen können. Oder aber ich wäre nach Hause geflogen.
    Eine Woche später war das Schlimmste überstanden, das Fieber ging langsam runter. Aber ob das nun alles so richtig war bezweifle ich. Zum Glück hatte ich mir vor meiner Abreise alle nötigen Medikamente besorgt, die man eventuell für Husten, Schnupfen und Fieber braucht. Und ich kann jedem nur raten, dass er sich mit genügend Zeug eindeckt bevor er sich auf den Weg nach Großbritannien macht, denn das Gesundheitssystem ist zum Kotzen. Wirklich geholfen wird einem hier nicht und ich komme mir vor wie im Mittelalter.

    Die Strichliste

    Sonntag, 5. Februar 2006

    Gestern Abend war ja Party Time angesagt, denn meine Mitbewohnerin Sofia wollte mit mir in die Student Union, wo jede Woche Disco ist. Ina kam gegen 20.45 zu mir und um 21 Uhr ging es los. Ich hatte unglücklicherweise meinen Studentenausweis vergessen und so kam ich nicht rein. Woher sollte ich denn wissen, dass nur Studenten da rein kommen? Also noch mal nach Hause und den Ausweis holen.
    Wundert euch nicht, hier ist ja alles anders und so war es um 21 Uhr schon recht gut gefüllt. :) Ich saß keine 5 Minuten am Tisch, hatte mir gerade was zu trinken geholt, als mich ein Typ ansprach. Ina dachte da direkt an die Aktion vom letzten Wochenende und machte sich mit Sofia schon über mich lustig. So richtig verstanden habe ich ihn nicht, denn es war sehr laut und seine Aussprache war miserabel. Besoffen oder etwa kein Brite? Es stellte sich heraus, dass er etwas angetrunken war und er mich fragen wollte, ob ich mit ein paar Franzosen studieren würde. Oh my god, sollte es noch Wirklichkeit werden, dass ein Franzose den Mund aufbekommt und versucht sich auf Englisch mit mir zu verständigen? Ja, es war kein Traum. Und nachdem ich seinen Freund sah, war ich mir auch sicher, dass es nicht nur ein dummer Anmachversuch war und konnte die beiden auch in di richtige Schublade stecken. ;) Naja, will ich mal nicht so sein und unterhalte mich mit ihnen. Die 2 brauchten echt einander um ein paar Wörter Englisch an den Tag zu bringen. Dann erfuhr ich, dass sie 7 Jahre Deutsch in der Schule hatten, aber auch diese Sprache null beherrschen, weder im Sprechen noch im zuhören. Auch egal, macht ja nix. Dann sollen sie halt mit Händen und Füßen reden, so lange man sich verständigen kann ist das ja kein Problem. Aber woher sollte ich zu dem Zeitpunkt ahnen, dass sie eine andere Sprache besser verstehen? Dazu nun mehr.
    Nachdem ich mich wieder den Mädels gewidmet hatte und wir uns über ein paar besoffene Waliser lustig machten kamen doch die Franzosen schon wieder. Christioph war eher schüchtern, wohin gegen Cedric der Kommunikativere war. So kam es dann, dass wir doch mit ihnen die Tanzfläche unsicher machen sollten. :P Zu der Musik muss ich anmerken, dass dort einige Leider zwar neueren Ursprungs waren, eine bunte Mischung geboten wurde, aber überwiegend Techno, House, Trance aus dem Jahr 2000-2002. Irgendwie schon lustig, aber nicht so ganz mein Geschmack. Aber das machte mir an dem Abend nicht viel aus, denn es gab viel Lustiges zu sehen. 2 Mädels standen auf einmal im BH vor mir, weil sie einen Kleidertausch mit 2 Jungs durchführten. Nach dem Tausch tanzten die Typen in engen Shirts und natürlich bauchfrei, die Mädels hatten Trikots der walisischen Rugby-Mannschaft an. Ach ja, mittags war ja das erste Spiel im Rugby Six Nations Cup. Wales verlor gegen England mit 47:13.
    Zwischendurch fand ein Contest statt. Wohl auch normal, dass sich Leute hier gerne zum Deppen machen. Wer tanzt am Besten oder wer zieht am meisten aus? So könnte man das zusammenfassen. Fotos folgen vielleicht noch, wenn ich sie von Sofia bekomme. :) Aber zurück zu den Franzosen. Da die Disco ja schon um 1 Uhr zu Ende ist muss man ja alles im Schnelldurchgang durchlaufen. Das galt für Musik, trinken und tanzen. Eigentlich waren wir die ganze Zeit auf der Tanzfläche. Da es glücklicherweise nicht so überfüllt war wie gedacht, war es auch sehr angenehm. Gegen 22:30 kam dann Cedric ins Spiel, der seine weitere Sprachkenntnis, die Körpersprache, zum Einsatz brachte. Somit hatte ich die nächsten 2 Stunden mein Vergnügen. Aber die anderen beiden Mädels kamen auch nicht zu kurz. :P Er ist ja ein ganz netter Kerl, bloß war ein wenig zu viel Alkohol im Spiel und sein Freund versuchte mir zu versichern, dass er sonst nicht so wäre, konnte sich aber sein verhalten auch nicht ganz erklären. Ina meinte, es wäre ganz passend, wenn ich eine Strichliste führen würde bei meinem Glück mit den Jungs. Liebe Ina, ich würde sie dir gerne überschreiben, de
    nn ich kann mit der Liste nix anfangen. :)
    Als nun die besagte Strichliste:

  • Mr.X, 25, Engländer bzw. Grieche, Army-Idiot
  • Matthew, 24, Waliser, Schwanzgesteuert
  • Cedric, ?, Franzose, etwas viel Alkohol getrunken und anhänglich
  • Um 1 Uhr war dann wirklich Ende, der Boden klebte von dem ganzen Zeug, was notgedrungen über den Rand der Gläser schwappt, weil diese ja bis zum Rand gefüllt werden. Der Rest der Meute schleppte sich singend zum Ausgang und dann ging wohl die Party vor der Student Union noch ein wenig weiter. Jede Woche werde ich mir das bestimmt nicht antun, aber es war mal wieder ein Erlebnis mehr.

    Pilgerfahrt zum Lidl

    Sonntag, 5. Februar 2006

    Ui, wie hab ich mich auf Freitag gefreut. Endlich wieder normales Brot. Das ist ja fast wie Weihnachten. Und so traf ich mich am Freitag um 12 Uhr mit Ina und dann ging es mit einem Bus nach Caerphilly. Naja, Bus ist nett gesagt, es handelt sich dabei eher um Rappelkisten. :) Die fahrt war ein kleines Abenteuer für sich. Eine Fahrt ist nur für Leute ohne Bandscheibenschäden geeignet, da der Fahrstil und die Karosserie sehr gewöhnungsbedürftig sind. Die Straßen tun ihr Übriges dazu. Nach 20-30 Minuten waren wir in Caerphilly angekommen. Wow, was für eine nette Aussicht auf einen große Festungsanlage aus altem Gemäuer.

    Caerphilly Castle

    Das ist ja genau das richtige. Bloß das Wetter spielte leider nicht so ganz mit, so dass die Fotos nicht ganz so schön geworden sind. Und kalt war es natürlich auch wieder. Der Wind pfeift hier ganz schön über das Land. Auf Grund der Tatsache, dass ich Anfang März eh noch mal nach Caerphilly möchte, habe ich mir diesmal den Eintritt bei der Kälte erspart und werde mir die Burg bei hoffentlich etwas wärmeren Temperaturen anschauen. In einen Turm kam man auch ohne Eintritt und so habe ich ein paar Eindrücke mit der Kamera einfangen können und auch ein kleines Video (*klick*) von der Burganlage aufgenommen. :) Aber Caerphilly Castle war ja nur ein Anhaltspunkt, denn es gab ja auch noch eine kleine Einkaufsstraße. Was jedoch viel wichtiger war, hier gibt es einen Lidl!!! :P

    Einkaufsstraße in Caerphilly

    Eigentlich müsste ich euch mal ein normales Brotregal hier fotografieren: Toast, Toast, Toast und vielleicht noch ein paar Süße Teilchen. Von Schwarzbrot, Vollkornbrot oder Graubrot keine Spur. Noch nicht einmal in einem großen Supermarkt. Aber dafür gibt es ja Lidl. Da dieser wunderbare Laden etwas außerhalb von Caerphilly liegt, war eine Pilgerwanderung notwendig. Was sahen meine Toastbrot-Augen da? Toast, Toast und nochmals Toast. Teuer und billig, dünne Scheiben, dicke Scheiben und extra-dicke Scheiben. Oh nein, das kann doch nicht sein. Weitersuchen. Am Ende dann die Erleuchtung: Schwarzbrot. Das steht sogar auf dem Preisschild so etwas wie „German Bread“. Ok, kein Kommentar dazu. Glücklich bis über beide Ohren ging der Einkaufsbummel weiter. Ui, direkt daneben das Marmeladen-Regal. Igitt, Lemon, Bitter Orange … lieber weiter. Und was kommt nun? Honig, Erdnussbutter und, und, und … excellent … Nutella (das Original) und 3 weiter Schokigläser. Das ist ja wie im Paradies. Nun fehlt nur noch Käse zu meinem Festtagsschmaus. Das nächste Regal hatte dann übewiegend Crips ehm sorry in deutsch heisst das ja Chips, zu bieten, in allen Variationen. Briten essen übrigens Chips zu jeder Tageszeit und auch zum Hauptessen dazu. Man kann kleine Tüten, Portionsgerecht abgepackt überall kaufen, sogar im Post Office. :) Bleiben wir aber beim Thema. Was gab es denn da noch? Ach ja, Kekse. Die gehören ja zu jeder Tea Time dazu. Ein kulturelles Ereignis, welches ich noch halbwegs nachvollziehen kann. Die Theke für Milchprodukte war wie erwartet mit Leckereien gefüllt, die es sonst eher selten in anderen Läden gibt. Käse in Scheiben und dann auch noch Edamer. Bisher kannte ich nur bröckeligen Käse aus England oder Wales. Generell gibt es bei Briten weniger Milchprodukte, dafür gibt es hier mehr Fertigprodukte. Noch zu erwähnen bleibt: Zur Freude aller Vegetarier fühlt man sich hier wirklich wie im Paradies. Da kann sich Deutschland noch ne Scheibe abschneiden. Vegetarische Fleischersatzprodukte in sämtlic
    hen Variationen und vor allem sehr lecker.
    Dann ging es wieder zurück und man kann nur von Glück reden, dass die Busse hier meistens unpünktlich sind, denn sonst hätten wir ne Stunde warten müssen, weil wir 2 Minuten zu spät waren. Glücklicherweise kam er 15 Minuten zu spät und wir mussten nicht mehr so sehr frieren.

    Because girls DO play …

    Sonntag, 5. Februar 2006

    Es ist schon recht amüsant, wenn man bedenkt, dass man mit großen Augen angeschaut wird, bloß weil man weiblich ist. Da könnte man sich vorkommen wie der erste Mensch. Für so manchen Gamer ist das wohl auch so, das mag ich gar nicht abstreiten, aber die Jungs aus dem Game Development Kurs sind wirklich voll ok. Zumindest der harte Kern, der sich wirklich für die Materie interessiert.
    Das Eis ist nun gebrochen, aber wie kam es dazu? Ihr erinnert euch an die erste Woche, wo alle auf der anderen Seite des Raums saßen? Im Labor fragte ich einen nach der Aufgabe, ob ich das richtig verstanden hätte. Genau dieser Kerl fragte mich nach der letzten Vorlesung am Donnerstag, ob ich nicht mit denen in die Mensa wollte, da sie dort die Zeit bis zum Labor verbringen würden. Unglaublich aber war und so saß ich mit den Jungs an einem großen Tisch und wurde mit Fragen gelöchert: Spielst du denn selber? Was spielst du denn? Kannst du programmieren? Und Grafik? Wie kommst du auf die Idee in Glamorgan zu studieren? :) Die hälfte der Namen habe ich schon wieder vergessen, aber das kommt ja mit der Zeit.
    So euphorisch die Jungs nun auch waren, sie sind nett und womit ich am wenigsten gerechnet hätte, sie integrieren mich innerhalb von einer Woche voll in ihre Gruppe. Begeisterung meinerseits, das ist doch mal eine gute Sache. Sie sind alle noch sehr jung, der Durchschnitt liegt bei 20. Alex ist der Älteste und ist wohl auch das Sprachrohr des Kurses mit der meisten Vorkenntnissen. Ich versuche mal nächste Woche ein Foto von den Leuten zu machen. :) Alex fragte mich dann im Labor, ob ich nicht nachmittags nach dem Labor noch zu ihrer „Society“ kommen möchte. Was zum Teufel ist eine Society? Es handelt sich hierbei um eine Art Club, wo sich Leute mit dem gleichen Interesse treffen, sich unterhalten oder unternehmen. Jeder kann eine Society eröffnen und Leute können sich bei der Student Union melden, wenn sie sich für eine Society interessieren. Was für eine Society meinte Alex genau? Game Development natürlich, was sonst. Sie wollen ein Mod für Battlefield 1942 entwickeln. Hm, das ist zwar nicht unbedingt meine Kragenweite, da es sich um ein Kriegsspiel handelt, man Flaggen der Gegner einnehmen muss und alles abballern soll, was feindlich aussieht. Aber das Projekt hört sich interessant an, zumal es das gleiche Spiel ist, das für den Unterricht verwendet wird. Sie wollen das Spiel so verändern, dass es in einem historischen Kontext steht und ohne Schusswaffen auskommen soll. Dazu muss unter anderem die Grafik verändert, 3D Modelle erstellt und Menüstrukturen angepasst werden. Also keine Sache, die man innerhalb von 3 Wochen so nebenbei macht. Und da soll ich nun mitmachen. Klingt spannend, da man dadurch auch viel lernen kann. Somit steht mein Donnerstag ganz im Zeichen des Game Developments. :P

    Girls wanna have fun?!

    Dienstag, 31. Januar 2006

    Gestern war Sonntag und wo war ich da? Im Pub. Zuerst vergaß ich, dass ich mich verabredet hatte und gammelte zu Hause in World of Warcraft rum. Tjo, in letzter Zeit spiele ich zu viel und faulenze gerne. Das muss sich aber wieder ändern. Jawohl!!! Aber das ist ja nun nicht das Thema. :) Ich war um 19.45 in Eile, Treffen um 20 Uhr und weder Make-Up noch Haare gemacht. Uiuiui, dann mal schnell fertig machen. Das Ergebnis gefiel mir zwar überhaupt nicht, aber mehr ging halt nicht. Ist ja auch egal, hier kennt mich ja eh keiner und ich möchte ja auch nur ein wenig mit Ina quatschen. Also ab ins Pub. Dort angekommen, stehen 3 Typen im Vorraum zum Pub und diskutieren, was sie denn nun machen. Einer steht in der Tür, dreht sich um und rennt mich fast um. Höflich sind ja alle hier, halten einem die Tür auf, lassen die Frau zuerst durch die Tür gehen, das muss man den Briten ja lassen. Da könnte sich der ein oder andere ne Scheibe von abschneiden! So wunderte mich das nun auch nicht, dass er mir die Tür aufhielt. Ich bestellte mir an der Bar ein Cider und auf einmal Stand dieser Typ neben mir und fragte mich, ob ich was trinken möchte. Oh je, bitte nicht, aber, hm, vielleicht meint er es ja nur nett. Ok, sage ich ihm, dass ich schon bestellt habe?! Er muss noch mal kurz weg sagt er und schwups war er weg. Puh, Glück gehabt. Ich setze mich zu Ina und sie wundert sich nur über mein „Glück“ und kann sich das Grinsen nicht verkneifen. Aber wo war er denn nun hin? Egal, Hauptsache weg. Aber neeeeeeeeein, da war er ja doch noch, brachte direkt nen Typen für Ina mit und setzte sich zu uns. Er stellte dann mit einer Sicherheit fest, dass wir keine Waliserinnen waren. Tja, so ist das halt in einer kleinen Stadt. Da kennt sich halt jeder. Ob wir Schwedinnen wären. Ja ne, ist klar! Aber sein zweiter Tipp war dann richtig. Er kam dann aber auch direkt zur Sache und das mit einem unglaublichen Ego. Ob ich ‚nen Freund hätte und ob ich für ein wenig Spaß zu haben sei. Tjo, da war er bei mir falsch. Auch das Argument, dass die deutschen Mädels doch eigentlich leicht zu haben seien stoßen bei mir ja nur auf Granit. 5 Minuten blabla und der Versuch mich und Ina zu überreden mit in einen anderen Pub zu gehen waren erfolglos. Und nach weiteren 5 Minuten waren sie dann endlich verschwunden und wir hatten unsere Ruhe. :) Die Planung für diese Woche ist abgeschlossen. So werden wir uns am Freitag nach der Uni um 11 nach Caerphilly begeben. Was gibt es dort zu sehen? Eine alte Burganlage. Davon bekomme ich ja nicht genug. Aber noch was kann man dort bestaunen – einen Lidl. Unglaublich aber war. Sollte es dort wirklich normales Brot geben? Und all die Lebensmittel, die man hier nicht bekommt und vermisst? Da bin ich ja mal gespannt. Hoffentlich bleibt das Wetter so schön wie im Moment. Kann mich nicht beklagen, denn es hat seit ca. 5 Tagen nicht geregnet und der Himmel ist überwiegend blau. :P Und am Samstag wollte Ina und ich mit meiner Mitbewohnerin Sofia in die Students Union. Dort sind immer Parties am WE. Beginn 20 Uhr, Ende 1 Uhr. Bitte nicht lachen, aber das ist hier nun mal so. Länger brauchen die auch nicht offen haben, da der Alkoholpegel hier bereits um 23 Uhr auf dem Maximum ist. Andere Länder, andere Sitten. :) Aber was musste ich eben feststellen? Das Internet geht nicht? Oh my god, what’s going on? Und diesmal ist es nicht nur der Router, der streikt sondern der Anschluss. Wie kann denn das? Carlos schläft noch. Hm, warten 13 Uhr, er ist wach. Was ist nun los? Er kann es sich erst nicht erklären, dann rückt er mit der Wahrheit raus. Maybe … die Rechnungen der letzten 2 Monate … nicht bezahlt … nicht dran gedacht … Post von Dezember liegt auf einem Stapel … warten … klären. Grummel, geht das Problem mit dem Internet wieder los? Ich hatte doch gerade erst meinen Alltag soweit geregelt, dass nun alles wieder so klappen sollte wie gewohnt. Und nun das. Wenn das nun wieder nicht funktioniert ra
    ste ich aus. Dann muss ich ja wirklich was für die Uni tun. Schicksal? Nein, bestimmt nicht. Wer hat da einen Voodoo Zauber benutzt? Bin ja mal gespannt, wann das geklärt ist. Bis dahin werde ich dann mal zur Uni latschen und dort die 2 Berichte, Fotos und Videos hochladen. :/

    C wie Cardiff …

    Dienstag, 31. Januar 2006

    … oder wie cool. Ja, das war es am letzten Wochenende. Ich weiss, es war bei weitem nicht so kalt wie in Deutschland, aber für die walisischen Verhältnisse schon, denn ich konnte keine Menschen Seele mehr mit T-Shirt erblicken, obwohl das hier normal zu sein scheint. Vielleicht ist es ja der letzte Schrei mit T-Shirt Schal und Handschuhen aufzutreten, aber selbst diese Kuriositäten sah ich am Wochenende in Cardiff nicht. And der Uni trifft man so was auch eher mal an. Oder was noch viel lustiger aussieht – Mädels in Leggins mit Rüschenrock drüber und Moon Boots – auch das ist hier kein Einzelfall.
    Also ok, kommen wir zum Wesentlichen: Cardiff entdecken!!! Was stand denn nun alles auf dem Plan? Ich hatte mir vorgenommen das Castle, die St. John Baptist Parish Church und das National Museum zu besichtigen und ein wenig Shopping zu betreiben. Aber zuerst wollte ich zur Touristeninformation. Alles eingezeichnet in meinem Wales-Reiseführer und sogar mit Mini-Karte. Bloß war da keine Touristen-Information wo sie auf der Karte eingezeichnet war. Naja, egal, laufe ich halt so ein wenig rum. Irgendwann wird sich schon was erblicken lassen.
    Ui, da ist ja direkt ein Kino in der Nähe vom Bahnhof. Mal schauen was da so läuft. Interessant, hier läuft schon „Underworld 2“ und „The New World“. Na schmachtet ihr schon, weil er bei euch noch nicht läuft? Aber wie oft fährt man denn extra nach Cardiff um ins Kino zu gehen? Muss ich mal demnächst mit ner abendlichen Tour durch die Stadt erkunden. Aber spätestens um 23.26 ist Ende, denn da fährt der letzte Zug zurück nach Pontypridd und am nächsten Morgen fährt der nächste erst um 9.00 Uhr. Die Discos schließen jedoch um 2.00 oder spätestens 3.00 Uhr. :) Ok, weiter geht’s Richtung Queen Street. Vorbei an Howells, einem Bekleidungsgeschäft aus dem ich am liebsten schreiend rausgelaufen wäre. Irgendwie überhaupt nicht mein Geschmack. Und auf einmal sehe ich da einen Wegweiser. Total verwirrend, in alle Richtungen Pfeile und ich würde am liebsten in alle Richtungen laufen. Castle, Church, Tourist Information, National Museum. Ok, mittlerweile war mir die Tourist Information egal und es zog mich zum Castle. Aber vorher musste ich noch in den Cardiff Market. Komisches Teil, ähnelt einem Basar, wo sämtlicher Ramsch angeboten wird. Schnell ein Foto machen und wieder raus. :P Ui, da ist eine kleine überdachte Straße und sieht recht schnuckelig aus. Gleich mal rein. Hm, komische Shops, aber ich folge der Musik – Dudelsack – da muss irgendwo ein Ausgang sein und da ist was los. Juchu, es sind wirklich Dudelsackspieler, aber was macht die Army hier? Und warum laufen die mit Eimern rum und wollen einem Geld aus der Tasche ziehen? Ich lasse mich nicht weiter stören und versuche euch ein kleines Video (*klick*), aufzunehmen, denn so was konnte ich mir ja nicht entgehen lassen. Die komischen Army-Soldaten machten mich total irre mit ihrer Eimer-Nachrennerei, so dass ich total vergaß, dass die John Baptist Parish Church nun offen hatte und ich mir die direkt ansehen könnte. :) Ich lief also weiter und sah die Mauern des Cardiff Castle. Aber wo ist denn der Eingang? Ich lief natürlich die falsche Seite lang, obwohl es eigentlich die schönere Variante war. Ich spazierte durch den Bute Park, wenn ich mich nicht irre und es war wirklich ein herrliches Wetter, nur ein wenig zu windig. In einem walisischen Park dürfen Steine nicht fehlen und so fand ich auch in der Nähe einen Steinkreis. Irgendwann hatte ich die Burganlage fast komplett umrundet, als ich den Eingang erblickte. Na, dann mal rein in der Hoffnung, dass der Wind von den Mauern abgehalten wurde. Zu viel gehofft, denn es zog wie Hechtsuppe. Ich buchte direkt eine Führung mit, damit ich auch „best informed“ bin. Interessante Burg bzw. die Burg ja selber nicht, sondern eher die Wallanlage mit dem integrierten Wohngebäude. Die Zim
    mer wurden in der viktorianischen Zeit von dem damals angeblich reichsten Mann der Welt neu eingerichtet bzw. er ließ sie für ein Vermögen neu einrichten. Wie kam dieser Mann an sein Reichtum? Durch Kohleexport. Da wären wir wieder bei der Kohle. Dreht sich hier denn alles darum?! Auf jeden Fall ließ er die Räume mit einem mittelalterlichen Flair und Prunk einrichten. Es trifft zwar nicht ganz meinen Geschmack, aber es war ganz schön pompös und sehr detailliert in Ausführungen, Gegenständen und Wandbemalungen. Leider durfte während der Führung nicht fotografiert werden, aber selbst wenn wäre das meiner Meinung nur für die interessant, die auch die Geschichte zu den Räumen kennen.
    Anschließend stieg ich auf die eigentliche Burg und da war es verdammt eisig. Aber es war eine schöne Aussicht, was auf dem Video (*klick*), nur halb so gut rüber kommt. Das Gebäude, was mir am meisten ins Auge stach war das Millenium Stadium. Es ist glaub ich auch das neueste Gebäude in der Stadt und im Februar wird dort der Six Nations Cup ausgetragen. Ich hab mir so was sagen lassen, dass es sich dabei um das wichtigste Event im Rugby handelt und während dieser Zeit alle Pubs diese Spiele austragen und gefüllt sind. :) Nach Cardiff sollte man dann möglichst nicht gehen auf Grund der Menschenmassen und dem Alkoholkonsum dieser. Die Touristenattraktionen haben dann sogar geschlossen aus Angst vor Randale. Na, dann bin ich ja gewarnt und schau mir das lieber hier im Pub an. Oder auch besser nicht nach meinem Erlebnis gestern. Dazu aber später mehr.
    Nun gut, es war inzwischen 16 Uhr und die Geschäfte machen zwischen 17 und 18 Uhr zu. Übrigens nicht nur am Wochenende. :/
    Die Kirche hatte schon zu und das National Museum lohnte sich auch nicht mehr. Und außerdem war ich halb erfroren. Ich bummelte noch ein wenig durch die Queen Street und einer Shopping Arcade, fand einen großen Buchladen und stöberte dort ein wenig.
    So richtig begeistert hat mich die Stadt nicht, obwohl man muss ja auch sagen, dass es ein paar schöne Ecken gibt, die ich versucht habe in Fotos einzufangen.

    Anpassung ist alles …

    Dienstag, 24. Januar 2006

    … und so war ich am Sonntagabend zum Abschluss des Wochenendes im Pub. Dort sieht man entweder komische Sportarten, seltsame Musikvideos im TV, Hunde mit 3 Beinen oder ulkig aussehende Waliser. Diesmal war Snookern auf der Leinwand zu sehen. Bisher habe ich mich ja noch nie mit dieser „Sportart“ beschäftigt, aber da kam ich diesmal dank Ina nicht drumrum, die mir versuchte die Regeln plausibel zu machen. Man lernt ja so einiges. So weiss ich nun, dass es Fauls gibt und Miss. Und dass man abwechselnd eine rote und eine farbige Kugel spielen muss. Die schwarze die meisten Punkte gibt und die weisse natürlich nicht versenkt werden sollte. Und woran erkennt man, dass dieses Spiel die Briten erfunden haben? Tja, nach 4 Frames, also wenn der Tisch 4 mal abgeräumt wurde, gibt es eine Teepause!!! :P Der Typ hinterm Tresen weiss nun auch schon was wir trinken: Cider, half pint. Muss ich mir da Gedanken machen oder trinken alle anderen Bier und wir sind die Rarität, die Cider bestellt? Naja, egal, Hauptsache es schmeckt.
    Und schon wieder gibt es etwas, worüber man sich wundern kann. Warum sind die Gläser bis zum Rand gefüllt? Warum sind die Gläser nicht so, dass ein half pint kurz unterhalb aufhört, so dass man nicht so jonglieren muss, damit man nicht schlabbert. Ist dies um zu testen, ob man schon so besoffen ist, dass man das Glas nur halbleer an den Tisch bekommt? Oder ist das eine Taktik, damit man erst Recht am Tresen stehen bleibt? Oder aber ist es eine Vereinfachung für das Staff, damit sie auch noch im vollen Kopp die Gläser gefüllt bekommen und nicht denken müssen? Fragen über Fragen und genügend Stoff zum diskutieren. Was mich aber noch mehr verwundert ist die Tatsache, dass überall der Preis von 1,20, ehm Verzeihung man schreibt hier ja 1.20, steht und wir aber nur 0.95 bezahlen müssen. Freuen wir uns drüber und lassen es uns schmecken. ;) Ich sag dann mal „Cheers“ und bis demnächst.

    Big Pit Mining Museum

    Dienstag, 24. Januar 2006

    Am Samstag organisierte das International Office einen Ausflug zum National Mining Museum Big Pit. Insgesamt waren wir 20 Studenten aus unterschiedlichen Nation, z.B. Frankreich, Portugal, Schweden, Polen, Griechenland und natürlich Deutschland. Eine gemischte Truppe und eigentlich hatte ich mit allen etwas zu tun, jedoch wie erwartet am wenigsten mit „meinen“ Franzosen, die sich wie immer abkapselten. Dafür lernte ich Carin, eine nette Schwedin kennen mit der ich demnächst wohl noch mehr unternehmen werde, die sie auch ein wenig die Gegend erkunden möchte. :) Die Fahrt dorthin dauerte ca. 1 Stunde und es war sehr interessante, die andere Seite unseres Tals zu sehen. Generell sind die sanften Hügel sehr kahl und der Jahreszeit entsprechend eher blassgrün. Aber irgendwie mal schön ein etwas weniger besiedelte Gegenden zu sehen, obwohl der Süden ja noch am Dichtesten bevölkert ist.
    Wir hatten ja eigentlich einen Touristenführer, der das Einchecken vornahm, aber es stellte sich sehr schnell heraus, dass er keinen Plan hatte. So wusste er noch nicht mal, dass für das Museum kein Eintritt gezahlt werden musste. Er wusste auch nicht, wann wir zurückfahren sollten. Naja, zum Glück können wir ja selber auf uns aufpassen. ;) Im Fotoalbum gibt es auch wieder schöne Fotos zu bestaunen, denn ich möchte euch das Leben von vor ein paar Jahren in der Kohlemiene nicht enthalten.
    Damit ihr euch ein wenig die Landschaft vorstellen könnt, habe ich mal mein tolles Tool ausprobiert, mit dem man Fotos aneinanderpappen kann. ;)

    Landschaft am Mining Museum (South Wales)

    Es war ein netter Ausflug und wir wurden von einem echten Waliser geführt, der selber 23 Jahre in der Kohlengrube gearbeitet hat. Aber hört und seht doch selber. Ich habe ein kleines Video (*klick*), damit ihr euch die Sprache und den Akzent der Waliser vorstellen könnt. Die Qualität ist runtergeschraubt, damit die Datei nicht zu groß ist.
    Ich wundere mich zwar, dass dieses Museum nichts kostet, denn es ist ausführlich und mit Videos, Interaktiven Terminals und informativen Tafeln/Bildern bestückt und bietet im Sommer für Touristen sogar die Möglichkeit in die Miene selber hinabzufahren.
    Wie ihr sehen könnt, hatten wir sogar Glück mit dem Wetter. Da muss ich doch direkt mal ein Stoßgebet gehn Himmel richten, dass der Regengott mal Urlaub hatte. :) Mal sehen was ich nächstes Wochenende erkunde. Oder bleib ich zu Hause und beschäftige mich mal mit meinem Unikram? Ich glaub das entscheide ich am Donnerstag oder Freitag, wenn man das Wetter für das Wochenende erahnen kann. :P