Bremen ade, München ole

Die letzten Wochen hätten chaotischer kaum sein können und irgendwie hatte ich dann auch noch ein Deja Vu, denn vor ziemlich genau 4 Jahren bin ich nur etwas weniger chaotisch innerhalb von 2 Wochen nach Bremen gezogen. Diesmal hatte ich eine Woche mehr, aber dafür musste mein Zeug ja erstmal von Bremen nach Krefeld transportiert werden.

Fangen wir aber mal vorne an. Geplant war das auf jeden Fall nicht. Wie man aus dem letzten Blogeintrag noch entnehmen kann, war mein Plan folgender: Mathe lernen, Prüfung bestehen und Abschlussarbeit schreiben. Letztere sollte wenn möglich in einem Unternehmen passieren, im besten Fall in einer Spieleschmiede. Aber es sollte alles anders kommen, denn Anfang August hatte ich Post in meinem XING-Postfach mit einer Stellenbeschreibung. Diese passte so gut zu meinen Vorstellungen, dass ich meine Bewerbung abschickte mit der Info, dass ich zuerst meine Abschlussarbeit anfertigen müsste. Ein paar Tage später folgte die Einladung zum Berwerbungsgespräch. Somit viel ein Tag Mathe lernen aus und ich flog nach München. Das Bewerbungsgespräch war lang, aber ser nett und meine Begeisterung wurde definitiv geweckt. Die Abschlussarbeit könnte ich in der Firma schreiben und wenn beide Seiten sich danach einig sind, dann hätte ich sogar direkt einen Job in der Tasche. Aber noch war ja nichts sicher. Am Nachmittag ging es dann erst nochmal in die City, denn mein Rückflug ging erst um 21.30.

München mag dich. Jawoll!!!!! :) Und damit man das auch wirklich glaubt haben sich die Marketing-Genies von München etwas tolles einfallen lassen.

München mag dich

Soll man das wirklich glauben? Kann eine Stadt eine Person mögen? Eine süße Idee ist es auf jeden Fall.
Die Stadt ist schon toll, aber bei aller Liebe, was musste ich erblicken, als ich am Odeonsplatz aus der U-Bahn kam und direkt auf die Theatinerkirche schaute? Seht selbst, sowas tut einem “Noch-Bremer” im Herzen weh…

Bayern hat wieder einen König

Was bleibt noch zu erzählen? Ach ja, ich wollte unbedingt zu Sport Scheck. Aber das war leichter gesagt als getan, denn es liefen nur Touristen durch die Gegend und keiner konnte mir helfen. Ok, irgendwann fragte ich eine Passantin mit Kinderwagen und bekam mit eine Antwort halb in “Denglish”, denn die gute Frau wohnte wohl schon länger in München, kam aber definitiv von der Insel.
Nach 3,5 Stunden war ich hundemüde, hungrig und die Füße taten mir weh. Und ich war froh, als ich am Flughafen ankam und nur noch sitzen musste.

Ein paar Tage später ging das Telefon und danach stand fest: “Ich werde Bremen verlassen und nach München ziehen”. In der Zwischenzeit hatte ich mich schon um eine Wohnung gekümmert. Und ab an begann der Stress. Die Matheprüfung musste gelingen, es gab kein Zurück mehr…

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