Archiv für März 2006

Cardiff Sightseeing-Tour

Donnerstag, 9. März 2006

Endlich komme ich mal dazu die letzten 2 Wochen Revue passieren zu lassen. Leider bin ich noch ein wenig im Stress. Das übrigens nicht nur, weil ich noch so viel vom Land sehen möchte, sondern eher durch die Projekte, die nun anstehen. Letzten Sonntag sollt Abgabetermin für Typografie & Layout sein (einer der Kurse vom Wintersemester aus Deutschland). Am Samstagabend schaue ich noch mal auf die Webseite des Dozenten und muss feststellen, dass wir noch eine Woche mehr Zeit bekommen haben. Das war auch bitter nötig, denn sonst wäre ich gar nicht fertig geworden. Aber davon wollte ich ja nun nicht sprechen, denn sonst bin ich morgen noch am Schreiben.
Es ging also um 9 Uhr los, da wir ja soviel unternehmen wollten. Mit Tram und Bus ging es dann zuerst in das National History Musem St. Fagans. Um diese Uhrzeit war noch nicht viel los und es war ein so schöner Tag. Sonnenschein pur und auch der Wind war nicht zu eisig, so dass man sich nicht mehr hätte wünschen können. :) Das Museumsgelände ist sehr groß und die alten Häuser sind sehr dunkel und urig. In jedem alten Haus brannte ein Feuer im Kamin und so stank es zwar ziemlich markant nach Rauch, aber man konnte sich die Hände schön wärmen. Es gab so viel zu sehen und ich habe soooooo viele Fotos gemacht. Einen Teil davon findet ihr auch im Fotoblog.
Es gab sogar Tiere dort und so konnte ich mich davon überzeugen, dass es weder Vogelgrippe

Ente im St. Fagans Museum

noch Schweinepest

Schweine im St. Fagans Museum

und auch kein BSE

Kuh & Kalb im St. Fagans Museum

zu finden war. :P Es gab ja so viel zu sehen und man wollte ja nichts verpassen. Also liefen wir durch den ganzen Park. Was natürlich nicht fehlen durfte war ein Kreis, ob nun aus Holz oder Stein, Hauptsache es handelt sich um ein kreisförmiges Gebilde.
Besonders interessant fand ich die Keltensiedlung. Wie in fast allen alten Häusern ist es auch dort sehr rauchig und dunkel.

Holz-Kreis im St. Fagans Museum

Es gab auch eine kleine Kapelle auf dem Gelände, wo wir uns 30 Minuten mit einem walisischen Opi unterhalten haben. Über Gott und die Welt könnte man sagen. Man glaubt gar nicht wie sehr die Waliser über die Engländer lästern können. Eine kleine Spracheinweisung in walisisch haben wir nun auch hinter uns, obwohl ich schon wieder fast alles vergessen habe. Wirklich verstehen tut man da eh nichts, aber das „Guten Tag“ hört sich verblüffend ähnlich an. :P Weiter ging es nun Richtung St. Fagans Castle und der Opi aus der Kapelle erklärte uns, dass es sich früher um eine Festungsanlage gehandelt hat. Und was stand denn da am Wegesrand? Ein echter Meilenstein.

Alter Meilenstein im St. Fagans Museum

Wer demnächst einen Projektplan austellen muss, der kann an diesen dicken Brocken denken und vielleicht sollte man sich vorher überlegen, ob man sich so ein Teil ins Büro stellen möchte. :P Auf dem Gelände des Museums hat übrigens die Schlacht um St. Fagans statt gefunden. Irgendwann wurde aber aus dem Castle ein Herrenhaus und von d
er Festungsanlage ist nur noch ein Teil der Außenmauern erhalten geblieben. Der Blick auf die Castle Terrace ist selbst im Winter atemberaubend schön, oder findet ihr nicht?

Blick auf das alte Gelände des Castle im St. Fagans Museum

Natürlich gehört zu einem Herrenhaus auch ein Garten und dort konnte ich ein paar Blümchen finden. Die Vorboten des Frühlings. :)

Krokus im St. Fagans Museum

Der Rosengarten wurde zurzeit umgebaut und es lohnt sich bestimmt diesen zu besuchen, wenn man St. Fagans besucht.
Es war dann schon 15.30 als wir aus dem Herrenhaus kamen und wir wollten noch frisches Brot aus der St. Fagans Bäckerei holen. Leider war dieses dann ausverkauft. Dafür kaufte ich mir ein Bara Brith. Dabei handelt es sich um einen walisischen Früchtekuchen. Dieser schmeckt lecker, wenn man ihn zum Frühstück oder zur Tea Time ist und erinnert an einen Gewürzkuchen, da Gewürze wie Kardamom, Zimt, Zitronat und in schwarzem Tee eingelegte Rosinen enthalten sind. :) Ok, St. Fagans war nun geschafft, es war 16.30 und wir fuhren mit dem Bus zurück nach Cardiff. Auf den Weg zum National Museum oder der Kirche mussten wir uns erst gar nicht mehr begeben, denn als wir in Cardiff Central Station ankamen war es bereits 17.15 und selbst die Geschäfte schließen so langsam um diese Uhrzeit. Also bummelten wir noch ein wenig rum und dann ging es um 18:30 in Kino. Wir schauten uns Casanova an und wollten danach noch etwas trinken gehen. Damit ihr euch mal vorstellen könnt, wie laut es dort ist habe ich ein kleines Video (*klick*) gefilmt. Nachdem wir dann mehr Polizisten sahen als gewünscht (auf dem Video zu erkennen an den neon-gelben Westen) und die Pubs voll waren entschieden wir uns doch schon nach Ponty zu fahren, denn dort gibt es auch nette Pubs und von dort aus müssen wir nur noch nach Hause laufen und sind nicht auf den letzten Zug angewiesen. Nach ein paar Cidern ging es dann ins warme Bettchen.
Die nächsten Tage folgen dann die weiteren Berichte, obwohl ich schon gar nicht mehr hinterher komme, denn ich habe noch mindestens 5 Einträge vor mir bevor ich auf dem heutigen Stand wäre. Und am Samstag geht es ja schon wieder weiter. Oh je…
Ich hoffe ihr freut euch schon gespannt auf die nächsten Berichte. Keep Smiling :)

Buchsbaum mit Gesicht im St. Fagans Museum