Swansea
Donnerstag, 23. März 2006Es ist ja nun schon ein wenig her und ich habe vor 2 Wochen schon ein wenig über Swansea geschrieben. Und zwar soll es dort so viel regnen. Aber davon haben wir nicht so viel mitbekommen. Zum Glück konnten wir uns nur am späten Nachmittag von Nieselregeln überzeugen. Bis dahin gab es aber einiges zu sehen. So schlenderten wir durch die Einkaufsstraßen und durch den Swansea Market. Der sollte laut meinem Reiseführer ein toller Ort sein, den man gesehen haben sollte. Hm, komisch, also so dolle fand ich den nun auch nicht. Er wirkt eher wie eine heruntergekommene Lagerhalle mit Trödelständen. Das haben übrigens diese Market Gebäude allgemein so an sich. Dort wird nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch Krims & Krams, Bücher, Trödel und sogar Taschen und Kleidung verkauft. Der absolute Höhepunkt war in der Mitte ein Stand mit Herzmuscheln und Seetang. Hm, lecker, wollt ihr euch so ein Festessen etwa entgehen lassen?
Es gibt hier auf jeden Fall ein Gebäude, was zumindest in Wales nicht fehlen darf. Was könnte das sein? Eine Fish & Ships Bar? Ein Pub? Ein Buchladen? Eine Bushaltestelle ohne Fahrplan? Ein überdachtes Einkaufsgebäude? Hm, alles richtig, aber eins fehlt noch… ein Castle natürlich. Irgendwo gibt es bestimmt noch 2-3 Mauerreste die man einzäunen und mit einem Schild versehen kann. Und so gab es auch ein paar alte Mauern von allen Seiten zu bestaunen.
Irgendwann kamen wir an einem schönen Pub vorbei, der auch schon seit mehreren hundert Jahren besteht. Tja, woher weiß ich das wohl? Aus meinem schlauen Büchlein auf jeden Fall nicht. Es war ganz anders, denn ein hagerer alter Mann kam die Straße entlang geschlurft und lief an uns vorüber, drehte sich dann doch noch mal um und sprach uns an. Warum er das tat – keine Ahnung, ich denke er wollte uns Touristen nur freundlich bei Seite stehen und ein wenig von der Stadt näher bringen.
Das Pub bestand früher nur aus dem linken Teil und mit den Jahren wurde der Komplex Haus um Haus erweitert. Auf dem Foto könnt ihr nur die Frontseite erkennen. Im Hintergrund befindet sich auf der anderen Straßenseite die Kirche, die wir anschließend besichtigen konnten, weil diese mal ausnahmsweise offen war.
Später ging es dann noch zum National Waterfront Museum wo unterschiedliche Themen behandelt werden, z.B. Kohleabbau, neue Medien, Schifffahrt und erneuerbare Energie. Leider mussten wir durch dieses Gebäude hetzen, da schon bald geschlossen wurde. Im Yachthafen hinter dem Museum tummelten sich mindestens 20 Schwäne und man könnte glauben, dass der Name der Stadt „Swan-Sea“ auf einen Schwanensee zurückzuführen sei. Das stimmt aber nicht, denn eigentlich kommt der Name von „Sweyn’s Ey“ und dieser Name ist vermutlich auf die Wikingerraubzüge zurückzuführen. Das habe ich zumindest Wikipedia entnommen. Und dann ging es ja noch ans Meer bzw. die keltische See.
Ach ja, ich hatte schon fast vergessen, dass an dem Tag auch noch Rugby auf dem Plan stand. Wie konnte ich das nur vergessen? Wer hat denn gespielt? Hm, Wales spielte im Millenium Stadium von Cardiff gegen Italien und Irland gege
n Schottland, wenn ich mich nicht irre. Das Wales-Spiel haben wir uns in dem oben genannten Pub auf einer Leinwand angeschaut und nebenbei 2 Pint Cider geschlürft.
Als es dann Abends nach Hause ging hatten wir am Bahnsteig eine rote Meute (Wales-Fans), die zum Glück fast alle in den Zug nach Caerphilly einstiegen. Der kleinere Teil fuhr mit uns nach Ponty. Aber auch die können die Nationalhymne singen. Eine kleine Kostprobe davon und weitere Videoschnipsel (*klick*) habe ich euch wieder zusammengepackt.