Archiv für März 2006

Swansea

Donnerstag, 23. März 2006

Es ist ja nun schon ein wenig her und ich habe vor 2 Wochen schon ein wenig über Swansea geschrieben. Und zwar soll es dort so viel regnen. Aber davon haben wir nicht so viel mitbekommen. Zum Glück konnten wir uns nur am späten Nachmittag von Nieselregeln überzeugen. Bis dahin gab es aber einiges zu sehen. So schlenderten wir durch die Einkaufsstraßen und durch den Swansea Market. Der sollte laut meinem Reiseführer ein toller Ort sein, den man gesehen haben sollte. Hm, komisch, also so dolle fand ich den nun auch nicht. Er wirkt eher wie eine heruntergekommene Lagerhalle mit Trödelständen. Das haben übrigens diese Market Gebäude allgemein so an sich. Dort wird nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch Krims & Krams, Bücher, Trödel und sogar Taschen und Kleidung verkauft. Der absolute Höhepunkt war in der Mitte ein Stand mit Herzmuscheln und Seetang. Hm, lecker, wollt ihr euch so ein Festessen etwa entgehen lassen?

Verkaufsstand mit Herzmuscheln und Seetang

Es gibt hier auf jeden Fall ein Gebäude, was zumindest in Wales nicht fehlen darf. Was könnte das sein? Eine Fish & Ships Bar? Ein Pub? Ein Buchladen? Eine Bushaltestelle ohne Fahrplan? Ein überdachtes Einkaufsgebäude? Hm, alles richtig, aber eins fehlt noch… ein Castle natürlich. Irgendwo gibt es bestimmt noch 2-3 Mauerreste die man einzäunen und mit einem Schild versehen kann. Und so gab es auch ein paar alte Mauern von allen Seiten zu bestaunen. :)

Swansea Castle

Irgendwann kamen wir an einem schönen Pub vorbei, der auch schon seit mehreren hundert Jahren besteht. Tja, woher weiß ich das wohl? Aus meinem schlauen Büchlein auf jeden Fall nicht. Es war ganz anders, denn ein hagerer alter Mann kam die Straße entlang geschlurft und lief an uns vorüber, drehte sich dann doch noch mal um und sprach uns an. Warum er das tat – keine Ahnung, ich denke er wollte uns Touristen nur freundlich bei Seite stehen und ein wenig von der Stadt näher bringen.

Swansea Pub

Das Pub bestand früher nur aus dem linken Teil und mit den Jahren wurde der Komplex Haus um Haus erweitert. Auf dem Foto könnt ihr nur die Frontseite erkennen. Im Hintergrund befindet sich auf der anderen Straßenseite die Kirche, die wir anschließend besichtigen konnten, weil diese mal ausnahmsweise offen war. :P Später ging es dann noch zum National Waterfront Museum wo unterschiedliche Themen behandelt werden, z.B. Kohleabbau, neue Medien, Schifffahrt und erneuerbare Energie. Leider mussten wir durch dieses Gebäude hetzen, da schon bald geschlossen wurde. Im Yachthafen hinter dem Museum tummelten sich mindestens 20 Schwäne und man könnte glauben, dass der Name der Stadt „Swan-Sea“ auf einen Schwanensee zurückzuführen sei. Das stimmt aber nicht, denn eigentlich kommt der Name von „Sweyn’s Ey“ und dieser Name ist vermutlich auf die Wikingerraubzüge zurückzuführen. Das habe ich zumindest Wikipedia entnommen. Und dann ging es ja noch ans Meer bzw. die keltische See. :)

Swansea Beach

Ach ja, ich hatte schon fast vergessen, dass an dem Tag auch noch Rugby auf dem Plan stand. Wie konnte ich das nur vergessen? Wer hat denn gespielt? Hm, Wales spielte im Millenium Stadium von Cardiff gegen Italien und Irland gege
n Schottland, wenn ich mich nicht irre. Das Wales-Spiel haben wir uns in dem oben genannten Pub auf einer Leinwand angeschaut und nebenbei 2 Pint Cider geschlürft. :) Als es dann Abends nach Hause ging hatten wir am Bahnsteig eine rote Meute (Wales-Fans), die zum Glück fast alle in den Zug nach Caerphilly einstiegen. Der kleinere Teil fuhr mit uns nach Ponty. Aber auch die können die Nationalhymne singen. Eine kleine Kostprobe davon und weitere Videoschnipsel (*klick*) habe ich euch wieder zusammengepackt.

The last 2 weeks

Montag, 20. März 2006

Noch etwas weniger als 2 Wochen und ich bin wieder in Deutschland. Ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen, denn irgendwie will ich hier auf einmal gar nicht mehr weg. Die Landschaft erwacht aus dem Winterschlaf und ich habe glaube, dass ich dem Land in den Wintermonaten Unrecht getan. Hier kann man viel unternehmen und im Sommer ist hier bestimmt noch mehr los, vor allem wenn die Festivals anstehen.
Schaut mal was ich auf dem Webauftritt von Stern gefunden habe: Ein Extra über Wales (>klick< ) :) Vielleicht doch noch mal bei einem Urlaub vorbeikommen um den Norden und die Westküste abzugrasen?! Dann aber auf jeden Fall mit einem fahrbaren Untersatz. Den Südosten habe ich ja nun komplett abgeklappert.

Rhondda Heritage Park & Llancaiach Manor House

Mittwoch, 15. März 2006

Keine Müdigkeit aufkommen lassen, denn es gibt ja so viel zu unternehmen. Diesmal ging es auf einen Ausflug mit den Franzosen. Da kann ich euch natürlich wieder eine Schote nach der anderen erzählen. Es fing an mit der Organisation. Sollten wir uns nun um 8.30 oder 9 Uhr treffen? Wie viele Leute kommen überhaupt mit? An diesem Morgen standen dann 3 Franzosen an dem Treffpunkt, stiegen mit Ina und mir in den Bus und warteten auf die Abfahrt. 5 Minuten später wollten die Franzosen schon wieder aussteigen, weil keine weiteren Landesgenossen erschienen. Da frag ich mich doch ernsthaft nach dem Sinn eines Ausflugs. Müssen dafür mehr als 10 Franzosen teilnehmen, dass man den Ausflug antritt? Na ja, die haben ja auch wie üblich wieder nicht aufgepasst oder den Dozent nicht verstanden, dass dieser uns auf dem Ausflug begleitet. Irgendwie kamen dann doch noch ein paar mehr Leute und es ging los.
Wirklich viel Neues gab es im Rhondda Heritage Parc nicht zu Sehen. Gibt es hier noch was anderes außer Bergbau in der Region? Der erste Audiobeitrag bekamen die Franzosen in ihrer Landessprache präsentiert, da der Dozent vergaß, dass auch 2 Nicht-Franzosen dabei waren. Nach dem Vortrag fragte ich einen der Spezies nach dem Inhalt und mich wunderte es nicht, dass er nix verstanden hatte bzw. mir das nicht auf Englisch erklären konnte. Na ja, die nächsten Beiträge waren dann auf Englisch und erzählten vom Leben der „Miner“ und deren Familien sowie dem enormen Einwohneranstieg im 19. Jahrhundert. Für einige Zeiten mussten wir Helme tragen, das es unter die Erde ging um eine alte Miene zu erkunden. :P

Daniii mit Helm

Am Mittag ging es dann zum Llancaiach Manor House und an dieser Stelle möchte ich euch zumindest die Aussprache des Wortes Llancaiach erklären. Ein „Ll“ spricht man wie ein „chl“ aus, wobei das „ch“ wie in „ich“ klingt. Das Ergebnis lautet also in etwa „Chlan-kai-ach“.
Dieses Haus hat mir von der Darstellung sehr gefallen und ich kann einen Besuch nur empfehlen. Wenn man zum Haus geht wird man von Mrs Griffith begrüßt, welche einen herzlich willkommen heißt und ihren Hausherrn entschuldigen lässt, da er verreist sei.

Mrs Griffith

Aber er hat eine Nachricht hinterlassen, dass Sie uns herzlich empfangen soll. Von der Begrüßung ein kleiner Ausschnitt als Video (*klick*)Leider durfte ich nicht mehr filmen. Fotos waren jedoch zum Glück erlaubt.

Llancaiach Manor House

Ich war so begeistert von der Führung. Es gab mehrere Bedienstete, die in dem Haus herumliefen, die passende Kleidung trugen und hin und wieder in die Räume kamen, sich mit uns oder die Bediensteten untereinander unterhielten. Das Leben zu der damaligen Zeit wurde einem so lebhaft vermittelt und die Bediensteten waren alle sehr passend ausgewählt. :)

Küchenmagd

Die Küchenmagd erklärte uns zum Beispiel, dass man früher auch schon Cider hergestellt hat. Damit das Getränk würziger schmeckte wurde Fleisch während der Gärung hineingele
gt. Da normales Fleisch aber zu wertvoll war musste man sich billigeres Fleisch besorgen. Und was lief früher eh überall rum? Ratten! Würdet ihr so ein leckeres Cider nicht auch trinken wollen? Igitt. ;) Nachts soll es in dem Haus übrigens spuken (BBC Webseite - Ghost Cam). Na, entdeckt ihr einen Geist? :P Als es dann nach Hause ging war ich ein wenig traurig, denn das Haus hat mich wahnsinnig begeistert.

Pontypridd

Mittwoch, 15. März 2006

Warum weit weg fahren, wenn man auch in dem eigenen Städtchen ein wenig unternehmen kann? Weil Pontypridd nicht viel zu bieten hat? Na gut, wollen wir mal nicht so lieblos sein und ein wenig positives über eine Stadt sagen, die in den 50ern stehen geblieben ist. Naja, vielleicht noch etwas älter, denn in dem Museum der Stadt sieht man Bilder von 1890 und die Taff Street hat sich nicht viel verändert und auch der Bahnhof ist zu erkennen. Und wer kommt aus dieser wundervollen Stadt? Mr. „Sexbomb“ Tom Jones – wow, that’s unbelievable, isn’t it?! Natürlich darf schon allein aus diesem Grund kein Foto von ihm im Museum fehlen. Ansonsten gab es dort noch eine Fotoausstellung, die jedoch nicht mit Wales in Verbindung steht. Und allerlei Krimskrams von Bildern und Gegenstände während der Zeit des Kohleabbaus und der Bau eines Kanals mit Schleusen von Merthyr Tydfil nach Cardiff. Auf dem Rückweg ging es über die alte Brücke, für die Pontypridd bekannt ist. Mehr war an diesem Tag nicht drin, denn es regnete und den Park gehen wir an einem anderen Tag an. Etwas ist mir noch aufgefallen, was ich in Deutschland ein wenig vermissen werde. Hier gibt es mehr Second Hand Buchläden und diese haben eine erstaunlich gute Auswahl an Büchern. Das liegt vielleicht daran, dass hier mehr gelesen wird. Oder es kommt daher, dass Ebay hier noch keinen Einzug gefunden hat. :)

Bridgend Celtic Parade

Mittwoch, 15. März 2006

Weiter geht’s im Laufschritt, denn es ist ja nicht mehr lange bis zu meiner Abreise. Also ging es nach Bridgend. Kommen wir direkt zu der Betonung dieser Stadt, damit man euch auch versteht und ihr nicht so angeschaut werdet wie ich, als ich im Zug das Ticket kaufen wollte. Na, wie würdet ihr Bridgend aussprechen? Etwa Bridge End (bridsch änd) oder vielleicht doch eher Bridgeeeeeeend (bridschääänd)? Richtig ist übrigens letztere Aussprache und danach klappte es auch mit dem Bahnpersonal. :) Der Weg dahin führte uns durch die Hügel im Süden von Wales und vorbei an Wäldern und Wiesen mit ganz vielen Schafen. Bridgend selber ist ein kleines Städtchen und die Fußgängerzone wirkt im Vergleich zu Pontypridd richtig gemütlich und einladend. Ok, Pontypridd als Vergleich ist auch nicht der Knaller, aber davon könnt ihr euch zum Glück auch nicht persönlich überzeugen.
Aber wo war denn nun die Celtic Parade? Ich dachte hier wäre richtig viel los? Nööö, eher wenig für einen Samstagvormittag. Und dann drangen klackernde Geräusche in mein Ohr und schon standen wir vor der ersten Attraktion. Wie wir nachher erfuhren handelte es sich bei der Gruppe um Mädchen der Isle of Man, welche wir nachher jedoch nicht noch mal sahen. Ich war auch nicht schnell genug mit der Kamera und von daher gibt es von Ihnen kein Foto. Weiter ging es durch die Fußgängerzone und überdachten Einkaufspassagen. Irgendwo musste doch das eigentliche Festival sein. Naja, wir erfuhren dann von Bethan, die wir zwischendurch trafen und eine traditionelle walisische Tracht trug, dass es sich um ein Treffen einiger keltischer Gruppen handelt und diese in der Mittagszeit durch die Straßen ziehen und hier und da ein wenig von den Landestraditionen zeigen.

Bethan in walisischer Tracht

Das eigentliche Event wäre in Porthcawl, wo am Abend ein Konzert statt fand. Na, das wussten wir ja vorher nicht. Schade, aber dann hatten wir doch noch ein wenig Glück und wir erwischten die Schotten mit ihren Dudelsäcken und Trommeln, ein paar musizierende Iren und tanzende Waliser.

Walisischer Tanz

Ach, da hätte ich ja fast das Ehepaar aus der Normandie vergessen, die man an der etwas eleganteren Tracht erkennen konnte. Eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse könnt ihr in diesem Video (*klick*) sehen. ;) Was gab es in Bridgend denn noch so? Hm, nicht so viel, aber auf einem Hügel entdeckten wir einen Kirchturm. Da wollten wir dann noch hin und unser Glück versuchen. Auf dem Weg hörten wir Lautsprecherdurchsagen und grölende Menschen. Oh, sollte das etwa eine Pferderennbahn sein? Nein, es war ein Rugby-Stadion und die Akteure, Teenies um die 16 betraten das Spielfeld. Da war richtig was los. Unglaublich, denn wie viele Leute schauen sich in Deutschland den Jugendsport an? Dort wurde jedoch richtig viel geboten. Den Stadionsprecher, die grölenden Menschen und die Musik in den Pausen hörten wir noch, als wir den Weg zur Kirche hinaufstiegen. Oben angekommen folgte die bittere Erkenntnis, dass auch diese Kirche verrammelt und verriegelt war. Naja, also blieb uns nur die Umrundung des Friedhofs.

Friedhof mit Blick auf das Newcastle

Als wir an der Haupttür vorbei kamen hörten wir von innen Raschelgeräusche und dann wieder Stille. Aber die Tür war immer noch zu. Tja, das war bestimmt ein Geist, der die Kirch
e beschützt. :) Die Briten glauben echt an so was. Sogar auf der BBC-Seite gibt es eine Webcam vom Llanchaiach Manor Haus und man kann nachts auf der Webcam angeblich Geister bestaunen. Wenn ich 5 Pints Cider trinke sehe ich da vielleicht auch was.
Hinter der Kirche findet man die Ruinen des Castle Newydd bzw. Newcastle.
Das war also Bridgend und das Celtic Festival.

Caerphilly Castle

Mittwoch, 15. März 2006

Na, erinnert ihr euch noch an die Pilgerfahrt zum Lidl von vor einigen Wochen? Auch diesmal sollte es nach Lidl gehen, obwohl die Besichtigung der Burg diesmal im Vordergrund stand. Nachts hatte es geschneit und auf den Hügeln und Wiesen lag noch Schnee. Die Sonne schien und es sollte ein schöner Tag werden. Kalt war es dennoch, aber da kann man ja mit warmer Kleidung Abhilfe schaffen.
Diesmal fuhren wir ein wenig weiter in das Städtchen hinein und sahen eine Kirche Nähe der Endstation. Aber denkt nicht, dass man eine Kirche hier in Wales vorfindet, in die man einfach so hineinspazieren kann. Es ist immer geschlossen und ich habe keinen blassen Schimmer wozu diese Kirchen dann dienen. Und es gibt hier Massen an Kirchen. Zur Kirche gehörte auch ein Friedhof und so manche Grabsteine sahen schon ganz schön urig aus. Generell alles ziemlich verwildert und ungepflegt. In Deutschland würde es so was nicht geben. Da muss ja jeder darauf achten, dass immer neue Blümchen auf den Gräbern stehen. Unheimlich wurde es mir nur ein wenig, als ich diese Gruft sah.

Gruft

Ob da wohl wer heraus kriechen wollte? Immerhin, man kann hier sogar ein Studium zum Thema „Dämonen und Hexerei“ durchführen.
Weiter ging es Richtung Castle. Und was erblickte ich da in einer Bäckerei?

Berliner

Berliner, wow. Aber die heissen hier natürlich nicht Berliner, sondern „doughnut with jam“. Für die Nord-Fraktion aus Bremen muss man dazu sagen, dass man im Rheinland an Karneval Berliner ist, vor allem an Altweiber zum Karneval-Auftakt. Irgendwie hab ich Karneval wirklich vermisst. :( Zu der Burganlage kann ich gar nicht so viel sagen, weil ich schon wieder fast alles vergessen habe bei so viel Input in den letzten beiden Wochen. Auf jeden Fall ist der schiefe Turm den Truppen von Cromwell zu verdanken, die die Burg angegriffen haben. Und es war sehr schön durch die Anlage zu schlendern und die alten Mauern und die Geschichte der Burg zu erfahren.

Burggraben

Ich kann einen Besuch dieser Anlage nur empfehlen, wenn er im Süden von Wales verweilt. Auch diesmal habe ich ein kleines Video Video (*klick*) für euch. Einmal im Jahr findet rund um die Burg das Caerphilly Cheese Festival statt. Nach Bildern zu Urteilen handelt es sich hierbei um Mittelalterstände und Kirmes zugleich und es ist sehr voll. Leider ist das Festival in den Sommermonaten und so kann ich es nicht selber miterleben.
Am Nachmittag sollte es wieder nach Hause und laut Busplan in der Stadt sollte unser Bus auch um 17.10 und 17.40 nach Pontypridd fahren. Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt und so standen wir ab 17.25 an der Bushaltestelle es kam nicht unser Bus von Shamrock Travel. Hm, vielleicht Verspätung, aber um 18 Uhr wurde es uns dann doch mulmig und ich schaute an den Busfahrplan der Haltestelle. Komisch, auf dem standen ganz andere Zeiten. Lustig sind diese Busfahrpläne eh, denn so richtig verstehen tut man die nicht. An jeder Haltestelle hängt ein Universalplan mit den Zeiten von Start und Ende mit den Zeiten im 24-Stunden-Rhythmus. Steht man an einer Haltestelle dazwischen muss man raten, wie lange es in etwa dauern könnte bis der Bus die eigene Station erreicht hat. Für die Briten war extra eine Zeichnung der Uhr aufgemalt mit der englischen und internationalen Schreibweise. Und darunter stand das Erschreck
enste: „Notice: The plan for the bus service 19 will change on 24 February 2003!“ Oh je, das lässt ja tief blicken. Um 18.05 kam ein Bus der auch nach Pontypridd fuhr vorbei. Aber dieser war von einer anderen Busgesellschaft. Egal, Hauptsache war, dass wir nach Hause kamen und so streckten wir den Arm aus damit der Bus hielt. Denn wenn man regungslos stehen bleibt fährt der Bus an einem vorbei. :) Dem Busfahrer wollte ich unsere Situation erklären und er meinte nur, dass es doch ganz normal sei, dass ab 18 Uhr kein Shamrock Bus mehr fahren würde und die Busfahrpläne eh nicht stimmen. Er erklärte und dann noch, dass Stagecoach die Fahrgäste von Shamrock ab 18 Uhr mitnimmt und wir daher nicht extra bezahlen mussten. Ach ja, hier macht man so einiges mit. :)

Rugby

Mittwoch, 15. März 2006

Ole ole, hier steppt der Bär in den Pubs wenn am Wochenende Rugby ansteht. Es ist ja auch etwas Besonderes, denn der Six Nations Cup findet einmal im Jahr statt und dort treten England, Irland, Schottland Wales, Frankreich und Italien gegeneinander an. Und vor 2 Wochen spielte Wales gegen Irland und Ina wollte sich das Spiel mit mir zusammen im Pub anschauen. Ihr Mitbewohner Pete kam auch dazu, denn er musste uns bzw, vor allem mir ein wenig erklären, wie die Regeln bei diesem Kampfsport sind. Ja, es gibt welche und es ist nicht nur draufhauen und Schlammcatchen angesagt. Die wichtigsten Regeln sind:

  • Der Ball darf nur mit dem Fuß nach vorne gekickt werden
  • Beim Werfen des Balles muss der Spieler, welcher angespielt wird immer hinter dem Ballführer laufen
  • Es darf nur der Spieler angegriffen werden, der im Ballbesitz ist.

Ansonsten gilt das Motto: „Immer feste druff!“ :P Das Cider schmeckte und die Stimmung war gut und die Iren gewannen mit 31:5. Ich war mit dem Ergebnis zufrieden, denn mein Herz schlägt eher für die Iren. Aber auch die Waliser sehen das Ganze eher gelassen. Gut fand ich die Erklärung für wen denn die Waliser sind, wenn Wales mal nicht spielt. Als Antwort bekommt man dann: „Wales against another team = You are for Wales. England against another team = You are for the other team.“ Das sagt doch alles. :) Ich habe Gefallen an dieser Sportart gefunden und werde das wirklich vermissen, wenn ich wieder nach Hause fahre. Aber ab und an werden ja auch im Fernsehen Rugby-Spiele übertragen.

Rede ich mit mir selber?

Dienstag, 14. März 2006

Hallo, hallo? Ist wer da oder schreibe ich die Texte für mich selber? Last doch mal was von euc hören, was macht ihr so? Traut euch und klickt auf den Comment-Link, das Blog beisst euch nicht. :) Wer liest das Blog überhaupt? Oder seid ihr nur schreibfaul? Keep me informed was es Neues auf dem “Festland” gibt.

Typografie & Layout

Dienstag, 14. März 2006

Das waren 2 stressige Wochen, die ich nun hinter mich gebracht habe. Neben den Sightseeing-Touren ist hier ja auch noch studieren angesagt. Und der Abgabetermin für den Typografie & Layout Kurs von Bremerhaven stand fest und so musste ich mich ja nun entscheiden, ob ich mir einen A..tritt gebe und es zumindest versuche oder ob ich es an den Nagel hänge. Immerhin gibt es für diesen Kurs ja 6 Credits und interessant war der Kurs auch. Aber da ich den kompletten Januar und auch Teile des Dezembers verpasst habe, dachte ich, dass ich für das Endprojekt nicht genügend mitbekommen hätte um diesen Kurs erfolgreich beenden zu können.
Dennoch veruschte ich es und ihr wisst ja was das beduetet. Entweder mit vollem Einsatz oder ich lasse es lieber bleiben. Irgendwann kam der Motivationsschub und ich habe es dann bis gestern Abend zu Ende gebracht. Zu meinem Glück wurde der Abgabe-Termin um eine Woche verschoben, denn sonst wäre ich nicht fertig geworden. :) Aber was war denn das eigentliche Projekt und was sollten wir in dem Kurs überhaupt machen? “Well, let’s start” :P Insgesamt waren 9 Übungen über das Semester anzufertigen, von denen ich bis vor 3 Wochen nur 3 fertig gemacht hatte. Gegenstand der Übungen war z.B. das Freistellen & Retusche eines Bildes, Layout eines Textes mit Bildern, Einarbeitung in das Layoutprogramm Quark Express, Webseiten unter Verwendung von CSS gestallten und eine Bildanalyse. Es folgte das eigentlich Projekt, die Erstellung eines Print-Magazin mit mindestens 12 Seiten, sprich 4 Doppelseiten inklusive Cover. Außerdem sollte ein Prototyp für die entsprechende Webseite des Magazins erstellt werden.
Die Scanner der Uni waren nicht gerade berauschend, aber irgendwo muss man ja Abstriche machen. Eine OCR-Software war auch nicht installiert, also ging es ans Abtippen und Umtexten der Texte. Nach einigen Wutanfällen, Schokoriegeln und Frustattacken habe ich es dann nun fertig gebracht, dass ich Printmagazin samt Webseite abgegeben habe. Juchu. Aber Durchatmen ist nun auch nicht. Obwohl, heute Abend werde ich mich ausschließlich um dieses schöne Weblog hier kümmern, denn ich muss euch ja noch von den letzten 2 Wochen berichten. Und ein paar Fotos bin ich euch auch schuldig.

Morgen geht es …

Freitag, 10. März 2006

… nach Swansea. Gerade frage ich mich jedoch, ob man sich darauf freuen kann?! Ich habe nämlich einen erschreckenden Bericht gefunden (klick), indem Swansea als die Stadt mit dem meisten Regen in Großbritannien gehandelt wird. Wer keine Lust hat den Artikel zu lesen, der bekommt zumindest nun in Kurzform mit, was einen ins Grübel bringt. Irgendein bekannter Einwohner von Swansea sagte in einem Interview folgende Tatsachen über die Stadt bezogen auf das Wetter:

  • There’s an old saying in Swansea which goes, ‘If you can see Mumbles Head it is going to rain - if you can’t, it is raining’.
  • One thing I do know though is that Swansea has a magnificent beach it never uses. A lot of other towns on the coast, like Hastings for instance, have shops and restaurants spilling onto the beach. We’ve got a prison and a big council building.
  • Ok, das lässt ja tief blicken, aber ich werde mich ja von der Schönheit der Stadt selber überzeugen dürfen. Zumindest soll es morgen leicht bewölkt sein und erst nachmittags regnen.