Because girls DO play …

Es ist schon recht amüsant, wenn man bedenkt, dass man mit großen Augen angeschaut wird, bloß weil man weiblich ist. Da könnte man sich vorkommen wie der erste Mensch. Für so manchen Gamer ist das wohl auch so, das mag ich gar nicht abstreiten, aber die Jungs aus dem Game Development Kurs sind wirklich voll ok. Zumindest der harte Kern, der sich wirklich für die Materie interessiert.
Das Eis ist nun gebrochen, aber wie kam es dazu? Ihr erinnert euch an die erste Woche, wo alle auf der anderen Seite des Raums saßen? Im Labor fragte ich einen nach der Aufgabe, ob ich das richtig verstanden hätte. Genau dieser Kerl fragte mich nach der letzten Vorlesung am Donnerstag, ob ich nicht mit denen in die Mensa wollte, da sie dort die Zeit bis zum Labor verbringen würden. Unglaublich aber war und so saß ich mit den Jungs an einem großen Tisch und wurde mit Fragen gelöchert: Spielst du denn selber? Was spielst du denn? Kannst du programmieren? Und Grafik? Wie kommst du auf die Idee in Glamorgan zu studieren? :) Die hälfte der Namen habe ich schon wieder vergessen, aber das kommt ja mit der Zeit.
So euphorisch die Jungs nun auch waren, sie sind nett und womit ich am wenigsten gerechnet hätte, sie integrieren mich innerhalb von einer Woche voll in ihre Gruppe. Begeisterung meinerseits, das ist doch mal eine gute Sache. Sie sind alle noch sehr jung, der Durchschnitt liegt bei 20. Alex ist der Älteste und ist wohl auch das Sprachrohr des Kurses mit der meisten Vorkenntnissen. Ich versuche mal nächste Woche ein Foto von den Leuten zu machen. :) Alex fragte mich dann im Labor, ob ich nicht nachmittags nach dem Labor noch zu ihrer „Society“ kommen möchte. Was zum Teufel ist eine Society? Es handelt sich hierbei um eine Art Club, wo sich Leute mit dem gleichen Interesse treffen, sich unterhalten oder unternehmen. Jeder kann eine Society eröffnen und Leute können sich bei der Student Union melden, wenn sie sich für eine Society interessieren. Was für eine Society meinte Alex genau? Game Development natürlich, was sonst. Sie wollen ein Mod für Battlefield 1942 entwickeln. Hm, das ist zwar nicht unbedingt meine Kragenweite, da es sich um ein Kriegsspiel handelt, man Flaggen der Gegner einnehmen muss und alles abballern soll, was feindlich aussieht. Aber das Projekt hört sich interessant an, zumal es das gleiche Spiel ist, das für den Unterricht verwendet wird. Sie wollen das Spiel so verändern, dass es in einem historischen Kontext steht und ohne Schusswaffen auskommen soll. Dazu muss unter anderem die Grafik verändert, 3D Modelle erstellt und Menüstrukturen angepasst werden. Also keine Sache, die man innerhalb von 3 Wochen so nebenbei macht. Und da soll ich nun mitmachen. Klingt spannend, da man dadurch auch viel lernen kann. Somit steht mein Donnerstag ganz im Zeichen des Game Developments. :P

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